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Ist WLAN Strahlung schädlich? – Wir klären auf

Bisher ist immer noch die Meinung weit verbreitet, dass die WLAN Strahlung nicht schädlich sei. Schließlich hält die Strahlung alle gesetzlichen Grenzwerte ein und auch das Bundesamt für Strahlenschutz ist der Auffassung, dass WLAN unbedenklich ist. Doch stimmt das eigentlich wirklich? Ist WLAN wirklich unschädlich für uns Menschen? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen, haben uns wissenschaftliche Arbeiten angeschaut und kamen dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Was sagen die bekannten Institutionen?

Mann am Tablet mit WLANMittlerweile wurde vom EU Ausschuss festgestellt, dass WLAN Strahlung doch nicht so unschädlich ist, wie es zunächst vermutet wurde. Es hat sich gezeigt, dass schon geringe Strahlungen gefährlich für den menschlichen Körper sein können. Unter anderem können die Strahlungen Krebs verursachen. Aber dieses Ergebnis ist gar nicht neu! So kam die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schon im Jahr 2011 zum Ergebnis, dass WLAN Strahlung schädlich ist und stufte es dem zur Folge in die Liste, der krebserregenden Strahlungen ein.

Bei unserer Recherche sind wir auf einen weiteren interessanten Artikel gestoßen, welcher erst im Juli 2015 vom Magazin „Electromagnetic Biology & Medicine“ veröffentlicht wurde. Hier bestätigten Forscher vom “Institute of Experimental Pathology, Oncology and Radiobiology of NAS” das bekannte Problem. In über 100 Studien haben sie negative Strahlungen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass in über 93 Studien gesundheitliche Schäden durch WLAN Strahlung auftreten können. Sie konnten zudem noch einmal belegen, dass die Strahlung eine krebserregende Wirkung hat.

Zusammengefasst: WLAN Strahlung ist also durchaus gefährlich für den menschlichen Organismus und kann Krebs verursachen.

Die Auswirkungen von WLAN Strahlen

Wenn jemand dauerhaft der krebserregenden Strahlung ausgesetzt ist, bei dem erhöht sich das Stresslevel des Körpers enorm:

  • Die Strahlung führt zu vielen oxidativen Prozessen, sodass oxidativer Stress entsteht.
  • Diese Form von Stress ist nicht mit normalen Stress zu vergleichen, hat jedoch sehr ähnliche Auswirkungen.
  • Immunsystem wird langfristig geschwächt, sodass die Gefahr an einem Infekt zu erkranken deutlich erhöht wird.
  • Auch Schlafstörungen und Allergien können sich bemerkbar machen. Zudem kann es zu Kreislaufproblemen kommen.
  • Es kann zudem auch zu schweren Stoffwechselstörungen auf Zellebene kommen, wodurch es langfristig zu schweren Schäden im menschlichen Organismus kommen kann.

Der bekannte Studienautor Dr. Igor Yakymenko kam daher zu folgendem Zusammenhang:

Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen freier Radikale (dem oxidativen Stress) und der vorhandenen Antioxidatien. Ist man nun der WLAN Strahlung ausgesetzt, entstehen immer mehr freie Radikale, welche nicht durch die vorhandenen Antioxidantien eliminiert werden können. Folge: Schwere Schädigungen der Zellwände und auch die Erbsubstanz und die Zellfunktionen können angegriffen werden. Der Körper verliert langfristig also seinen Selbstschutz.

Es kann aber auch zu körperlichen Beschwerden kommen. Zum einen haben die Strahlungen schwere Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit und auch Irritationen der Haut zur Folge. Zum anderen können sich auch Erkrankungen entwickeln. Demenz und Parkinson sind nur einige Langzeitfolgen, die so entstehen.

Diese Maßnahmen wirken entgegen

Lebensmittel mit AntioxidantienNatürlich möchte man nicht komplett auf das Internet und die damit verbundenen WLAN Strahlen verzichten. In der heutigen Zeit wäre das auch kaum vorstellbar. Es gibt aber einige Maßnahmen, die die Gefahren von der Strahlung um einiges reduzieren.

Lebensmittel mit vielen Antioxidantien konsumieren

Obst und Gemüse beinhalten viele Antioxidantien. Gemüse, Salate, Früchte, Kräuter, Ölsaaten und Nüsse, Wildpflanzen (wie Löwenzahn, Melde etc.), Sprossen (Linsensprossen, Brokkolisprossen, Gerstensprossen, Sonnenblumenkernsprossen etc.) sind für den Körperhaushalt nur zu empfehlen.

Hier gibt es übrigens noch viele Informationen zu Antioxidantien und der heilenden Wirkung. Falls man nicht auf die gewünschte Menge täglich durch natürliche Lebensmittel kommt, darf man auch gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

Abstand zum Router – Wie hoch sollte der Abstand sein?

Verschiedene Prüfinstitute haben den WLAN Abstand gemessen und können daher verschiedene Schlüsse ziehen, was der jeweilige Abstand für Konsequenzen haben kann.

So hat die Zeitschrift Ökotest herausgefunden, dass bei weniger als einem Meter Abstand zum WLAN-Router, enorme Schäden auftreten können. Gerade bei Kindern hat dieser geringe Abstand Motorik- und Gedächtnisstörungen zur Folge. Sogar bis zu einem Abstand von bis zu 15 Meter zum Router, ist es nach baubiologischen Kriterien, für Arbeits- oder Daueraufenthaltsplätzen noch ein Vielfaches zu hoch.

Pilotprojekt in englischen Schulen

In englischen Schulen wurde vor einigen Jahren ein Pilotprojekt gestartet. Die Idee, flächendeckendes WLAN einzuführen, scheiterte, weil sich die Strahlungen ziemlich schnell auf das Wohlbefinden und den Lernerfolg der Schulkinder ausbreitete. Sie wurden zum Teil unkonzentrierter und zum anderen Teil auch aggressiver. Hier kann man davon ausgehen, dass die Strahlungen bei den Schulkindern Stress verursacht haben.

Der erschreckende Schulversuch

Ein Schulversuch in Dänemark sorgte für Furore: Die Schüler wollten die Auswirkungen von WLAN Strahlen untersuchen und kauften sich dazu zwei Kästchen mit Gartenkresse-Samen. Einen stellten sie in den Raum ohne WLAN Router, den anderen in den Raum mit Router. Dabei achteten die Schülerinnen sehr darauf, dass in beiden Räumen annähernd dieselben Lichtverhältnisse und Temperaturen herrschten. Zudem bekamen beide Kästchen die selbe Menge an Wasser. Nach 12 Tagen kam es zu folgendem Ergebnis: Die Samen aus dem Raum ohne WLAN Router sind prächtig gediehen und wunderbar grün. Wo hingegen die Samen aus dem Raum mit Router sich kaum entwickelt, ja gar verwelkt waren. Teilweise sogar leicht mutiert. Dieses Projekt wurde noch ein zweites Mal wiederholt und es kam zum selben Ergebnis.

Hier muss natürlich gesagt werden, dass dieses Ergebnis keine wissenschaftliche Gültigkeit hat. Dennoch ist es sehr besorgniserregend und man stellt sich natürlich die Frage, was die Strahlen mit uns Menschen machen können.

WLAN Strahlung messen – Der SAR-Wert

Die Strahlungsbelastung von einem WLAN Router wird immer mit dem SAR-Wert, der spezifischen Absorptionsrate, gemessen. Die Absorptionsrate wird in Leistung pro Masse (Watt pro Kilogramm) angegeben. Der SAR-Wert gibt Auskunft darüber, wie gut die Verträglichkeit gegenüber elektrischen Wechselfeldern ist. Bei der Nutzung von elektrischen Geräten wird der Körper mit elektromagnetischen Energie beschossen. Diese Energie nimmt der Körper auf, sodass es zu einer Erwärmung kommt.

Die WLAN Strahlung liegt nur zwischen 0,1 und 0,4W/kg. Bei Handystrahlung dagegen kommt es zu Werten bis zu 2W/kg !

So lässt sich WLAN Strahlung messen

Auch der Laie ist mit der iOS-App „The Architecture of Radio“ in der Lage, die WLAN Strahlung zu messen. Dies ist eine sogenannte Augmented Reality App, welche die Signale in der Umgebung vollständig erfasst. Aus diesen Daten lassen sich dann Rückschlüsse über die aktuelle WLAN Strahlung ziehen.

So lässt sich die WLAN Strahlung mindern

Wer diese Punkte einhält, ist sofort in der Lage, die Strahlung um ein Vielfaches zu minimieren.

  • Auch Geräte selbst strahlen – Neben den Routern ist auch bei den Empfängern ist ein erhöhter Strahlenwert festzustellen. Daher ist dringend davon abzuraten den Laptop direkt auf dem Schoß oder das Handy zu oft / lang ans Ohr zu halten.
  • Router außerhalb von von Daueraufenthaltsplätzen – Je näher an der Strahlenquelle umso stärker logischerweise auch die Strahlung, daher sollte sich der Router nicht in unmittelbarer Nähe von Daueraufenthaltsplätzen befinden.
  • Deaktivieren – Brauchst du gerade kein WLAN, deaktiviere es doch einfach. Nachts zum Beispiel empfiehlt es sich sogar den Flugmodus einzuschalten. Dieser deaktiviert sämtliche Handystrahlungen, verhindert aber auch das empfangen von Nachrichten.
  • Timer aktivieren – In den Routereinstellungen können Zeiträume festgelegt werden, an denen sich das WLAN automatisch deaktiviert und daraufhin auch selbstständig wieder einschaltet.
  • Das gute alte Kabel – Die wohl beste Alternative sind aber immer noch LAN-Kabel. Dabei bringen Sie neben ihrer Strahlungs freiheit noch einen Vorteil mit sich. LAN-Kabel sorgen außerdem für eine schnellere und unterbrechungsärmeren Verbindung.
  • Wlan Strahlung abschirmen – Die Strahlung in bestimmte Richtungen mit Alufolie abschirmen/umlenken. Ist der Router beispielsweise nah am Bett, empfehlen wir ihn mit Alufolie zu ummanteln.

WLAN Strahlen schädlich? – Unser Fazit

Abschließend lässt es sich unserer Meinung nach nicht von der Hand weisen, dass WLAN Strahlen schädlich sind. Es gilt hier besonders aufzupassen und eventuell den Konsum ein wenig einzuschränken. Unsere Tipps bieten dir hier viele verschiedene Möglichkeiten an. Man muss nicht direkt den Router ausschalten und auf das Internet komplett verzichten. In der heutigen Zeit wäre dieser Schritt auch völlig undenkbar. Aber ein bewussterer Konsum wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

 

 

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Kommentare

Stiller 17. Dezember 2017 um 16:24

gehen wlan strahlen durch die betondecke ins obergeschoss?

Antworten

René Kutter 17. Dezember 2017 um 16:37

Hallo, solange es nur eine Betondecke ist – Ja. Jedoch werden die Strahlen dadurch bereits sehr stark (je nach Router) reduziert.

Antworten

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