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Smartphone / Powerbank richtig aufladen – So wirds gemacht!

Mit der richtigen Aufladetechnik lässt sich die Lebendauer von Lithium-Ionen-Akkus um einiges erhöhen. Faktoren wie Temperatur oder die Auswahl des richtigen Netzteils, sind nur zwei der einflussnehmenden Faktoren. Weitere Tipps haben wir in diesem Artikel zusammengetragen.

1. Temperatur

Akkus und Netzteile werden während des Ladevorgangs oft sehr warm. Um zu vermeiden das von außen zusätzliche Wärme Einfluss nimmt, sollten diese vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle (wenn auch nur nebensächlich). Ab 30°C sollte man sich je nach Netzteil überlegen nicht doch den Ladevorgang zu unterbrechen.

Funktionen wie Wlan, Bluetooth, GPS und Co sollten deaktiviert sein, nicht nur zwecks Temperaturminderung, sondern auch um den Ladevorgang zu beschleunigen. Smartphones und Tablets sind i.d.R mit einem „Flugmodus“ ausgestattet, welcher alle ein- und ausgehenden Strahlen (Wlan, Bluetooth, GPS und Co) abschaltet.

Doch Vorsicht: Während der Flugmodus aktiviert ist, werden keine Nachrichten weder über SMS noch über Internet empfangen oder übermittelt. Im besten Fall das Gerät einfach ausschalten.

Neuerdings bieten Hersteller an Ihre Geräte auf sogenannten Induktiven Ladestationen (Qi-Charger) kabellos zu laden. Dazu wird zum Beispiel das Smartphone einfach auf einen „Teller“ gelegt, welcher das Smartphone dann ohne Steckverbindung über induktion auflädt. Der Nachteil allerdings ist auch hier die Temperatur. Wesentlich wärmer als über das herkömmliche laden über Kabel wird das Smartphone dabei jedoch nicht.

2. Das richtige Netzteil

Netzteil Output BeschriftungDieser Punkt wird oft missachtet, dabei ist er sehr wichtig. Ein Netzteil wandelt Netzspannung und Netzstrom in die jeweiligen benötigten Werte um. Die Qualität spielt hier eine große Rolle. Größere Akkus wie die von Powerbanks oder Laptops brauchen selbstverständlich länger um wieder aufgeladen zu werden. Das falsche oder ein günstiges (oft Noname) Netzteil können hier verherende Schäden verursachen.

Besonders Netzteile für große Akkus müssen dauerhaft den Belastungen standhalten. Im Extremfall besteht durch die erhöhte Temperatur Brandgefahr!.

Netzstecker-Adapter von minderer Qualität sind gern falsch geschaltet was dazu führt, dass sie als USB-Ladegerät erkannt werden. Das wäre in etwa so, als würde das Gerät an einem PC angeschlossen werden. So würde nur mit 0,5A (USB 2.0) bzw 0,9A (USB 3.1) geladen werden.

Zusammenspiel zwischen Verbraucher und Netzteil

Hat das Netzteil beispielsweise eine maximale Stromstärke von 2A, das Gerät braucht aber nur 1A so wird der Strom i.d.R von der Ladeelektronik des Gerätes  begrenzt.

Anders ist es wenn das Netzteil eine maximale Stromstärke von nur 1A aufweist, jedoch das Gerät 2A ziehen möchte. In diesem Fall besteht die dringende Gefahr das Netzteil zu überlasten, was im Extremfall sogar zum Brand führen kann.

Der Verbraucher (in diesem Fall das Smartphone) hat also immer das Sagen. Wenn das Netzteil eigentlich nicht in der Lage ist den Strom zu liefern, versucht es es trotzdem auch wenn es dabei überhitzt.
Netzteil Output

Das Netzteil kann nur 1A liefern doch das Smartphone braucht 2A. Das Netzteil versucht solange den Strom zu liefern, bis es überhitzt weil es sich immer nach dem Verbraucher richten muss.

Netzteil Output

Das Netzteil kann einen Strom von 2A liefern. Das Smartphone nimmt aber nur 1A an, also richtet sich das Netzteil wieder nach dem Verbraucher und schaltet nur 1A frei.

3. Schnellladen vermeiden

Technologien wie QuickCharge von Qualcomm ermöglichen es, den Ladevorgang um mehr als 75% zu beschleunigen. Während Smartphones, Tablet, Powerbank und Co normalerweise mit maximal 10 Watt(1-2A @ 5V) versorgt werden, geht hier die Leistung teilweise auf bis zu 100 Watt(5A @ 20V). QuickCharge 4.0 soll sogar den Akku eines Smartphones in nur 5 Minuten so weit aufladen, dass man auf 5 Stunden Akkulaufzeit kommt. Da muss es doch einen Hacken geben, oder?

Der Hacken

Die Elektronik solch kleiner Geräte wie unsere Smartphones sind für so hohe Belastungen einfach nicht ausgelegt. Mehr Strom und eine größere Spannung sorgen zwangsweise für erhöhte Temperaturen. Zwar arbeiten diese Schnelllade-Methoden oft mit intelligenter elektronik, welche die Leistung je nach Ladestand runterschrauben, auf lange Sicht gesehen führt das jedoch zwangsläufig zu Schäden.

Generell gillt: Je langsamer ein Akku aufgeladen wird, desto schonender ist das für den Akku.

4. Nicht komplett auf- oder entladen

Bei den heutigen Lithium-Ionen-Akkus sollten sogenannte „tiefe Ladezyklen“ möglichst vermieden werden. Was heißt das genau? Akkus sollten bestenfalls zwischen 20 und 80 Prozent „cyclen“, also in diesem Bereich gehalten werden, auch wenn es selbstverständlich nicht immer machbar ist.

Wie ist ein Li-Ionen Akku aufgebaut?

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