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RSS-Feed, -Channel, -Reader, -Versionen & Co

Immer wieder liest man auf diversen Webseiten von „RSS“, doch was ist das eigentlich? Und was sind RSS-Reader, -Feeds und -Channel? In diesem Beitrag erkläre ich dir wie all das funktioniert. Außerdem zeige ich dir wie du RSS-Feeds abonnieren kannst. Auch die Unterschiede zwischen den zahlreichen RSS-Versionen habe ich mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Zum Schluss erfährst du warum RSS-Feeds immer mehr aussterben und welche RSS-Alternative es gibt.

Was ist RSS?

Offizielles RSS Logo

RSS (Really Simple Syndication; dt. „sehr einfache Verarbeitung„) ist ein im Jahr 1999 von Netscape Communications entwickeltes Dateiformat für Web-Feeds. Oft liest man auch von den backronymen „Rich Site Summary“ und „RDF Site Summary„, so werden jedoch nur die älteren RSS Spezifikationen genannt. Technisch gesehen gehört RSS zu den XML-basierten Dateiformaten.

Den Inhalt solcher Dateien können zwar auch Menschen lesen und entziffern, allerdings werden sie primär für Computer geschrieben. Mit sogenannten RSS-Readern wird der Inhalt in für uns Menschen angenehmere Weise dargestellt – aber dazu später mehr.

Funktionsweise von RSS

Um diesen Beitrag besser zu verstehen, erkläre ich erst einmal die Funktionsweise von RSS. Bei einem RSS- oder Atom-Feed (zu Atom später mehr) handelt es sich um eine XML-Datei.

XML kurz erklärt

Quelle: Wikipedia | Lizenz: CC BY-SA 2.5 | Grafik verkleinert

XML (Extensible Markup Language; dt. Erweiterbare Auszeichnungssprache) ist – ähnlich wie HTML – eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten, welche sowohl für Menschen als auch von Maschinen lesbar ist. Die Standard Zeichenkodierung eines XML-Dokumentes ist UTF-8. XML-Dokumente beinhalten auch Elemente (z.B. <title> oder <comments>), die für die meisten Menschen erst einmal verwirrend erscheinen. Doch was ist eigentlich der Sinn dahinter?. Mehr zu XML auf Wikipedia.

Der Sinn & Zweck von Elementen

Warum brauchen RSS-Feeds eigentlich diese verwirrenden Elemente? Nunja, diese Elemente helfen dem Computer den Inhalt eines RSS-Feeds einzuordnen und zielgerecht auszulesen. Dies geschieht über sogenannte XML-Parser. Im Bereich von RSS spricht man aber eher von RSS-Readern (dazu weiter unten mehr).

Ein XML-Parser bzw. RSS-Reader scannt quasi die Datei und teilt mit Hilfe der Elemente den Inhalt in einzelne „Stückchen“, welche im nachhinein auf beliebige Art & Weise ausgegeben werden können. Solche „Stückchen“ wären dann zum Beispiel der Titel, der Autor oder die Beschreibung eines Eintrags innerhalb des Feeds (auch item genannt).

RSS Versionen

Seit März 1999 wurden einige RSS Versionen vorgestellt, deren Versionsnummern zwar aufeinander Bezug nehmen, die aber von unterschiedlichen Firmen bzw. Entwicklergruppen entwickelt wurden. Zum Teil wurden diese auch unabhängig voneinander herausgegeben und sind zueinander jeweils inkompatibel. Ich stelle hier die wichtigsten Versionen und deren wesentlichen Änderungen vor. Auf rssboard.org findest du Details zu allen RSS-Versionen und eine Liste von Neuerungen.

RSS 0.90

RSS 0.90Im März 1999 wurde vom My Netscape Network die erste Version veröffentlicht. Sie basiert auf das RDF (Resource Description Framework). Bis dato lautete das Backronym für RSS noch „RDF Site Summary„, was soviel wie „Ressourcen beschreibende Seiten Zusammenfassung“ bedeutet. Ein RSS 0.90-Kanal enthielt ausschließlich Titel und Links. Die Anzahl der items liegt bei maximal 15 und die Dateigröße darf 8 KB nicht überschreiten.

Weitere Details auf rssboard.org

RSS 0.91 (Netscape)

RSS 0.91 (Netscape)Bereits wenige Monate später im Juli 1999, hat das Netscape-Team die Version 0.91 vorgestellt. Diese basiert nun nicht mehr auf das RDF, sondern auf den XML-Standard. Dazu ist nun ein <!DOCTYPE>-Tag erforderlich und jedes RSS-Dokument muss anhand dieser DTD (Document Type Definition) validiert werden. Zudem wurden mehrere Tags aus dem beliebten <scriptingNews>-Format (2.0b1) hinzugefügt. Außerdem können Einträge von nun an auch Volltext enthalten – Volltext-RSS.

Weitere Details auf rssboard.org

RSS 0.91 (UserLand)

RSS 0.91 (UserLand)Im Juni 2000 schuf Dave Winer für UserLand eine Neuerfassung der RSS 0.91 Spezifikation von Netscape. Wesentliche Neuerungen wurden allerdings nicht vorgenommen. Lediglich der <!DOCTYPE> wurde entfernt und das <image>-Tag wurde zu einem erzwungenem Element. Das Urheberrecht wurde in das von der IETF inspirierte Urheberrecht geändert, das für XML-RPC verwendet wurde.

Weitere Details auf backend.userland.com

RSS 0.92

RSS 0.92Im Dezember 2000 veröffentlichte UserLand die Version 0.92, welche mit 0.91 Abwärtskompatibilität ist. Im Gegensatz zu 0.91 ist das <language>-Tag nun optional und nicht mehr zwingend erforderlich, genauso wie alle Unterelemente von <item> (wie z.B <link> und <title>). Darüber hinaus ermöglicht Version 0.92 Entitäts codiertes HTML in der <description>. Außerdem wurden zahlreiche neue optionale Unterelemente hinzugefügt.

Neue Unterelemente von <item>

  • <source>
  • <enclosure>
  • <category>

Neues Unterelement von <channel>

  • <cloud>

Weitere Details auf rssboard.org

RSS 0.93

RSS 0.93Wann RSS 0.93 von UserLand vorgestellt wurde, ist leider nicht bekannt. Dieses Format ist mit 0.92 und 0.91 abwärtskompatibel, was bedeutet, dass eine 0.91- oder 0.92-Quelle auch eine gültige 0.93-Quelle ist. Die Spezifikation 0.93 ermöglicht mehrere <enclosures> pro <item>. Darüber hinaus wurden zwei neue optionale Unterelemente von <item> hinzugefügt. Zum einen <pubDate> (Veröffentlichungsdatum) und <expirationDate> (Ein Datum das angibt, wann ein Artikel nicht mehr verfügbar ist). Alle Daten entsprechen den Datums- und Zeitangaben von RFC 822 (Spezifikation für Datum und Uhrzeit).

Weitere Details auf backend.userland.com

RSS 1.0

RSS 1.0Im Dezember 2000 wurde RSS 1.0 von der RSS-DEV Arbeitsgruppe veröffentlicht. Es ist ein direkter Nachfolger von RSS 0.90 und hatte nichts mit dem anderen Entwicklungszweig zu tun, was auch ein Grund ist weshalb diese nicht mit den anderen Versionen kompatibel ist. RSS 1.0 baut wieder vollständig auf RDF und Namensraum-basierten Modulen (XML-Namespaces) wie z.B. dem Dublin Core auf. Auf XML-Namespaces basierende Module ermöglichen eine unterteilte Erweiterbarkeit, wodurch RSS erweitert werden kann:

  • ohne dass die Kernspezifikation iterativ neu geschrieben werden muss
  • ohne Konsens über jedes einzelne Element
  • ohne RSS mit Elementen aufzublähen, von denen die meisten nicht in einer bestimmten Arena oder Anwendung verwendet werden
  • ohne Kollisionen zu benennen

Weitere Details auf web.resource.org

RSS 2.0

RSS 2.0Im August 2002 veröffentlichte UserLand die RSS 2.0 Spezifikation. In dieser setzt man wieder auf XML statt auf RDF. Ursprünglich trug diese Spezifikation die Versionsnummer 0.94 (Winers), worunter sie jedoch nie der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Einige neue Elemente wurden hinzugefügt und einige andere wurden optional. Unter den neuen Elementen sind zum Beispiel <author>, <comments> und <guid>.

Weitere Details auf rssboard.org

RSS 3.0

RSS 3.0Unter Aaron Swartz wurde eine RSS 3.0 Spezifikation entwickelt. Ein genaues Veröffentlichungsdatum konnte ich aus meinen Recherchen nicht genau entnehmen, allerdings stammen einige Dokumente vom September 2002. Aaron Swartz wirft mit seiner Version quasi alles über den Haufen und nimmt einige grundlegende Änderungen vor.

Grundlegende Änderungen

  1. Er hat XML wieder entfernt, weil es seiner Meinung nach zu kompliziert ist und dem Geist von RSS widerspricht. Stattdessen kehrt er zu RFC 822 zurück, wofür es viele verfügbare Parser gibt.
  2. Zudem hat er Namespaces wieder entfernt und nennt sie „Zeitverschwendung“. Stattdessen soll man ihm Änderungswünsche (wie z.B. neue Elemente) mitteilen und er fügt diese hinzu.
  3. Als wäre das noch nicht genug, hat er HTML komplett verboten. Er findet das niemand HTML braucht. E-Mails würden auch jahrelang gut funktionieren, bevor Microsoft ihre umfangreichen HTML-Erweiterungen einführte.

Aufgrund des Verbots von HTML in RSS 3.0, werden Elemente ohne spitzen Klammern (Bsp.: <title> dargestellt. Stattdessen wird jedem Element ein Doppelpunkt angehängt (Bsp.: title:) und jedes Element besteht aus einer Reihe von durch „\ n“ getrennten Zeilen.

Weitere Details auf communitywiki.org und aaronsw.com

Was ist ein RSS Feed?

Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man als RSS-Feed. Das Wort „Feed“ kommt aus dem englischen „to feed“ und bedeutet soviel wie „füttern“. Ein solcher RSS-Feed ist Bestandteil eines RSS-Channels.

RSS-Channels kurz erklärt

Ohne RSS-Channel (dt. RSS-Kanal), kein RSS-Feed. News Webseiten bieten beispielsweise separate RSS-Channel für Themen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport usw an. Leser können die Feeds innerhalb der Channels abonnieren (dazu später mehr), für die sie sich interessieren und regelmäßig neue Informationen erhalten möchten. Ein Channel kann auch mehrere Feeds enthalten.

Ein RSS-Feed enthält üblicherweise mehrere Feed Einträge (auch items genannt). Wird ein neuer Eintrag hinzugefügt, wird der jeweils älteste Eintrag aus dem Feed gelöscht. Die Anzahl der im RSS-Feed enthaltenen Einträge wird vom Anbieter festgelegt.

Inhalt eines RSS-Feeds für das Web

In einem RSS-Feed wird üblicherweise auf neue Meldungen bzw. Beiträge einer Webseite hingewiesen. Der Inhalt einer neuen Meldung innerhalb des Feeds besteht häufig aus folgenden Bestandteilen:

  • Titel: Der Titel ist meist derselbe wie im eigentlichen Beitrag.
  • Link: Das Ziel eines Web-Feed-Anbieter ist es, ihre Abonnenten auf die eigene Webseite zu locken. Von daher ist auch der Link zum vollständigen Beitrag ein wichtiger Bestandteil.
  • Beschreibung: Um den Abonnenten den Inhalt des neuen Beitrags zu erläutern, wird dieser meist in kurzer Form zusammengefasst im Feed dargestellt.
  • Datum der Veröffentlichung: Auch das Datum der Veröffentlichung ist ein Bestandteil eines Eintrags, welcher besonders bei News-Einträgen eine Rolle spielt.
  • Einmalige Bezeichnung: Jede Meldung in einem RSS-Feed (auch item genannt), muss eine eindeutige einmalige Bezeichnung haben, welche im <guid> Tag definiert werden. So erkennen RSS-Reader ob eine neue Meldung vorliegt.

Immer öfter werden aber auch komplette Inhalte einer Webseite in einem RSS-Feed veröffentlicht – ein sogenanntes Volltext-RSS.

RSS-Feeds können übrigens neben Text und Links auch Grafiken und Audiodateien enthalten.
Aufbau eines RSS-Feeds

Der Aufbau eines typischen RSS-Feeds einer News-Seite | Screenshot: Spiegel Online

Beispiel anhand von Spiegel Online

Spiegel Online bietet 13 RSS-Channels zu Themen wie Politik, Wirtschaft, Sport und Gesundheit. Jeder Channel enthält meist über vier separate Feeds. Beispielsweise enthält der Politik-Channel Feeds wie „nur Deutschland“, „nur Ausland“ oder „alle Artikel aus der Politik“.

Spiegel Online RSS-Feeds Beispiel

Beispielbild: RSS-Feeds von Spiegel Online | Screenshot: Spiegel Online

Was ist ein Feed-/RSS-Reader?

Ein RSS-Reader – auch Feed-Reader genannt – liest den RSS-Feed einer Webseite. Ein RSS-Reader überprüft in regelmäßigen Abständen, ob ein neuer Eintrag in einem abonnierten RSS-Feed vorliegt. Sollte ein neuer Eintrag vorliegen, erhält der Abonnent eine Email oder eine Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone oder Computer. RSS-Reader gibt es als externe Anwendung für Windows, Mac, Linux, Android und iOS, aber auch direkt für den Browser.

Er macht die Feeds für uns lesbar

Natürlich möchte niemand solche XML-Dateien lesen. Genau hier liegt die Stärke eines RSS-Readers. Er wandelt XML-Dateien in für uns lesbare Nachrichten um, mit Titel, Datum, Nachricht und vielleicht noch Bilder, Videos oder Audios. So sieht ein im RSS-Reader geöffneter RSS-Feed, ähnlich aus wie ein Beitrag auf einer Webseite.

Er bringt Ordnung ins Chaos

In der Regel bieten RSS-Reader die Möglichkeit, seine abonnierten Feeds zu verwalten und in individuelle Ordner zu schieben. Hat man zum Beispiel eine Vorliebe für das Reisen, kann man einen Ordner „Reisen“ erstellen und Feeds von unterschiedlichen Reise-Blogs dort einsortieren.

Doch ein RSS-Reader kann noch mehr, denn hilft noch auf andere Weise seine abonnierten Feeds im Auge zu behalten. Er speichert auch Informationen darüber, welche Artikel bereits gelesen und welche als „später lesen“ markiert wurden. Außerdem werden ältere ungelesene Artikel nach einiger Zeit automatisch gelöscht.

So werden neue Einträge im Reader dargestellt

Egal ob externe Anwendung oder Online-Feed-Reader für den Browser, der Aufbau ist meist ähnlich. Das folgende Bild des Online-Feed-Reader Feedly.com zeigt, auf der linken Seite eine graue Seitenleiste. In dieser werden alle abonnierten RSS-Feeds in individuell erstellten Ordner (in diesem Fall Politik und Reise) an.

In der Mitte werden alle Feed-Einträge des ausgewählten Feeds (in diesem Fall Politik – Zeit.de) angezeigt. Klickt man nun auf einen Eintrag, kann man ihn genauer einsehen und anschließend den vollen Beitrag auf der Webseite aufrufen.

Feedly.com RSS-Feed Darstellung

Feedly – Der Online-RSS-Reader direkt im Browser | Screenshot: feedly.com

Wie abonniere ich einen RSS-Feed?

Grundsätzlich funktionieren alle RSS-Reader gleich. Irgendwo ist ein Menüpunkt oder ein Button zu finden, über den sich ein neuer Feed zu der Liste der Abonnements hinzufügen. Dort erscheint dann Textfeld, in welches der Link zur RSS-Datei eingefügt werden muss. Alternativ dient dieses Textfeld in einigen Readern auch als Suchfeld. Gibt man dort beispielsweise „Reisen“ ein, werden einem RSS-Feeds von beliebten Webseiten vorgeschlagen.

Beispiel anhand von feedly.com

  1. Klick unten auf den grünen Button mit der Aufschrift „+ ADD CONTENT„.
  2. Gib in das Textfeld ein Thema das dich interessiert oder direkt eine URL eines Feeds ein und drücke Enter.
  3. Klick auf „FOLLOW„.
RSS-Feed abonnieren - Feedly

In nur 3 Schritten einen RSS-Feed bei feedly abonnieren | Screenshot: feedly.com

3 bekannte RSS-Reader

Bis zum Juli 2013 war der Google-Reader der Standard im Bereich der RSS-Reader. Nachdem der Suchgigant 2013 das Ende des Google-Readers angekündigt hatte, machten sich zahlreiche Anbieter daran, eigene Alternativen zu entwickeln. Ich stelle hier nun mal einige vor.

Feedly

Feedly RSS-Reader

Feedly RSS-Reader: Das Design ist sehr modern | Screenshot: Feedly

Unter dem Namen „Normandy“ entwickelte Feedly einen Klon der Google-Reader-API. Neben einer Web-App direkt im Browser bietet Feedly außerdem eigene iOS- und Android-Apps an. Mittlerweile kann man in der kostenfreien Variante nur noch maximal 100 RSS-Feeds abonnieren. Die Pro-Version bringt auch Unterstützung für Zapier, Evernote, Dropbox und weitere Dienste mit.

Zu Feedly

Inoreader

Inoreader - RSS Reader

Der Inoreader ist eine gute Feedly-Alternative | Screenshot: Inoreader

Der Inoreader ist eine gute Feedly-Alternative. Im Gegensatz zu den meisten anderen RSS-Readern, gibt es bei den Abonnements keine Limits. Dafür wird allerdings Werbung angezeigt – Naja, einen Tod muss man ja sterben. Die Web-App des Dienstes bieten drei unterschiedliche Designs/Themes, aber auch die Mobile-App kann überzeugen. Auch einen Audio-Player ist integriert, womit beispielsweise auch Hörspiel- oder Podcast-Fans auf ihre Kosten kommen.

Zu Inoreader

Newsblur

Newsblur RSS-Reader

Der Newsblur RSS-Reader ist nicht besonders hübsch, aber funktional. | Screenshot: Newsblur

Newsblur gehört ebenfalls zu den Urgesteinen der RSS-Reader. Nicht besonders schick, aber die Web-App wirkt nach einer gewissen Eingewöhnungszeit durchaus funktional und verschafft einem einen schnellen Überblick über das Nachrichtengeschehen. Allerdings beschränkt die kostenfreie Version die Anzahl der Abonnements auf 64 Feeds. Newsblur bietet eigene iOS- und Android-Apps an. Außerdem ist der Dienst Open Source und steht unter der MIT-Lizenz.

Zu Newsblur

Warum RSS ausstirbt

RSS Feeds werden heutzutage kaum noch verwendet. Das hat vor allem damit zu tun, dass es heute einfachere Alternativen gibt. Push-Benachrichtigungen, Whatsapp Business, Facebook und Twitter beispielsweise sind bereits gut in unseren Alltag integriert und versorgen uns mit den Informationen die uns interessieren.

So selten wird RSS genutzt

Die letzte bekannte Studie wurde Ende 2008 von Statista durchgeführt und veröffentlicht. Das Ergebnis zeigt deutlich das schon damals RSS-Feed wenig beliebt bzw. kaum bekannt war.

 MännerFrauen
1 (sehr häufig)5%0,9%
24,3%1%
35,5%1,8%
47,2%2,6%
5 (sehr selten)16,3%8,3%
Überhaupt nicht38,9%34,5%
Kenne ich nicht22,8%51%

Quelle: Statista

Atom – Die RSS-Alternative

Atom– und RSS-Feeds ähneln sich sehr stark. Allerdings verdrängt die RSS-Alternative das RSS-Format so langsam von der Beliebtheitsskala. Ein großer und beliebter Anwendungsbereich bleibt jedoch von RSS 2.0 besetztPodcasts. Beide Formate basieren auf XML und folgen ähnlichen Formatvorgaben.

Vorteil von Atom-Feeds

Atom-Feeds können allerdings anders als RSS-Feeds zwischen den Inhaltsformen, den sogenannten MIME-Types unterscheiden. Zur Wahl steht „PlainText“ (reiner unformatierter Text) und das HTML-Format (Formatierung über HTML-Tags und Einbettung von Medien möglich).

RSS unterstützt im Gegensatz zu Atom ausschließlich „escaped“-HTML (HTML ohne Sonderzeichen) oder reinen Text. Eine technische Unterscheidung beider Formate ist nicht vorgesehen. Von daher müssen RSS-Reader selbst entscheiden ob ein Feed mit HTML oder „PlainText“ ausgeliefert wird. Daher besteht bei „escaped“-HTML im RSS-Feed die Gefahr, dass Sonderzeichen und Umlaute nicht korrekt dargestellt werden.

Darüber hinaus ist der Aufbau eines Atom-Feeds im Unterschied zu RSS sehr modular und erlaubt diverse zusätzliche Attribute, welche diverse Darstellungsprobleme ausbessern sollen.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]


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