Faltbare Smartphones, einst eine futuristische Vision, rücken 2025 in den Mainstream. Für deutsche Verbraucher*innen, die sowohl Praxisnutzen als auch Design schätzen, bieten diese Geräte einen neuen Blick auf Mobilität: den Komfort eines Handys kombiniert mit dem großzügigen Bildschirm eines Tablets.
Der Weg dorthin war lang. Samsungs Prototyp eines flexiblen OLED-Displays aus dem Jahr 2013 zeigte bereits, was möglich ist, doch Zweifel an der Haltbarkeit hielten sich hartnäckig. 2019 kam das Galaxy Fold auf den Markt, gefolgt von Huawei und Motorola.
Robustere faltbare Designs
Frühe Rückschläge wie empfindliche Scharniere und schlecht angepasste Software bremsten die Nachfrage, doch kontinuierliche Fortschritte machten Faltgeräte robuster, schlanker und zuverlässiger. Verstärkte Scharniere, ultradünnes Glas, Wasserschutz und verfeinerte Interfaces prägen nun die neue Generation.
Der Reiz ist offensichtlich. Berufstätige schätzen Multitasking mit geteilten Bildschirmen, Gamer*innen genießen ein immersives Spielerlebnis ohne Einbußen bei der Mobilität, und Kreative profitieren von größeren Arbeitsflächen zum Bearbeiten und Skizzieren.
Zwei Bauformen dominieren: handliche Clamshells für den Alltag und buchähnliche Geräte, die sich zu tabletgroßen Displays öffnen lassen. Doch der Preis bleibt eine Hürde: Einstiegsmodelle starten bei rund 1.000 US-Dollar (über 800 €) – deutlich mehr, als viele deutsche Käufer*innen ausgeben wollen.
Wachstumspotenzial faltbarer Smartphones
Marktprognosen gehen davon aus, dass die weltweiten Auslieferungen 2025 auf 50 Millionen Einheiten steigen. Samsungs Z Fold und Z Flip führen das Feld an. Googles Pixel Fold und Motorolas aktualisiertes Razr sorgen für Vielfalt, während Apples lange erwarteter Einstieg die Kategorie neu definieren könnte. Analyst*innen rechnen 2026 mit dem ersten faltbaren iPhone – ein Schritt, der die Nachfrage sofort ankurbeln und zögerliche Käufer*innen überzeugen dürfte.
In Deutschland, wo die Nutzungsdauer von Smartphones steigt und die Kundschaft wählerisch ist, könnte Apples Einstieg das Signal sein, dass Faltgeräte wirklich im Mainstream ankommen. Mit Innovation, Nachhaltigkeit und sinkenden Preisen könnten Faltgeräte in den kommenden Jahren die Art verändern, wie wir arbeiten, spielen und in Verbindung bleiben.